Straffäligen­hilfe

Sozialpädagogische, ambulante Rückfallprävention (i.d.R. als gerichtliche Auflage oder Weisung) bietet gegenüber inaftierenden Maßnahmen der Gerichte gesamtgesellschaftlich und auch im Sinne des Opferschutzes viele Vorteile.

Soziales Training

Das „Soziale Training“ ist ein Grundlagentraining von sozialen Fähigkeiten über einen Zeitraum von sechs Monaten. Alle Teilnehmenden absolvieren zwei Gruppenmodule, die systemisch miteinander verbunden sind, aufeinander aufbauen und von Einzelgesprächen gerahmt werden.

Zielgruppe

Straffällige, männliche und weibliche Jugendliche (14  bis 18 Jahre) und Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) mit einerseits normwidrigem, delinquentem Verhalten und andererseits einer verhaltensauffälligen Symptomatik. Die Zuweisung erfolgt durch richterliche Weisung nach dem JGG.

Inhalte und Zielsetzung

  • Auseinandersetzung mit der begangenen Straftat
  • Entwicklung von Opferempathie
  • Entwicklung von Verantwortungsbereitschaft und Gemeinschaftsfähigkeit
  • Stärkung der Frustrationstoleranz und des Durchhaltevermögens
  • Erarbeitung angemessener Konfliktlösungsstrategien
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Selbstkontrolle und Selbststeuerung
  • Überwinden von Misserfolgen und Frustration
  • Erkennen und Ausdrücken von Gefühlen und Meinungen
  • Annehmen von Lob und Kritik
  • Verbalisierungsmöglichkeiten trainieren

Verlauf und Organisation

Haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mindestens drei Vorgespräche geführt, erfolgt ihre Integration in das nächste Gruppenmodul. Somit entstehen jeweils neue Gruppenkonstellationen und veränderte Lern- und Trainingsmöglichkeiten. Vorbereitet und flankiert wird die Gruppenarbeit von Einzelgesprächen.

Kontaktperson

Thomas Hierl

Sozialpädagoge (Diplom)
Mediator in Strafsachen
HP (Psychotherapie)

Anlaufstelle

Rheinische Str. 167
44147 Dortmund

Themen

Bearbeitet werden die Themen: „Beruf und Zukunft“ sowie „Drogen und Freizeit“ mit einem hohen Bezug zur Lebenswelt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihrer weiteren Lebensplanung.

Methoden

Aktions- und Bewegungseinheiten wechseln sich mit themenorientierten Vortrags- und Diskussionsrunden ab. Kooperations- und Vertrauensübungen sind weitere wichtige Bausteine. Die eingesetzten Methoden werden immer auf die jeweilige Gruppenkonstellation und vorliegenden Problemfelder abgestimmt und stetig weiterentwickelt.

Gruppenarbeit

  • Anfangs- und Abschlussrunde
  • Interview mit einer Partnerin oder einem Partner
  • Wahrnehmungsübungen mit und ohne Sprechen
  • Interaktionspädagogische Übungen
  • Vertrauensübungen
  • Kooperationsübungen
  • Rollenspiele
  • Diskussionsrunden
  • Blitzlicht
  • Feedback
  • Kurzvorträge

Einzelgespräche

Unterschieden wird in Vor-, Zwischen und Abschlussgespräche mit den Inhalten:

  • Aufbau eines stabilen Kontaktes
  • Erfassung der Lebenssituation
  • Beratung zu angefragten Themen
  • Formulierung, Überprüfung und Weiterentwicklung der individuellen Gruppenziele
  • Kriseninterventionen

Kontaktperson

Thomas Hierl

Sozialpädagoge (Diplom)
Mediator in Strafsachen
HP (Psychotherapie)

Anlaufstelle

Rheinische Str. 167
44147 Dortmund

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