Kriminal­prävention

Rund um das Thema (Jugend)Kriminalität drehen sich die Aktivitäten der "Brücke". Dieser Arbeitsbereich setzt schon an, bevor Polizei, Staatsanwaltschaft oder das Jugendgericht aktiv werden müssen.

Klare Grenze

Schulisches Präventionsprojekt zur Gewaltvermeidung

Das Projekt „Klare Grenze“ wurde speziell für den schulischen Kontext entwickelt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren. Es wird direkt vor Ort an Schulen durchgeführt und ergänzt den schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrag durch ein strukturiertes, praxisnahes Angebot der Gewaltprävention.

Das Training richtet sich an ausgewählte Schülerinnen und Schüler, die im schulischen Alltag durch erhöhten Unterstützungsbedarf im Bereich sozialer Kompetenzen, Konfliktverhalten oder Impulssteuerung auffallen oder präventiv gestärkt werden sollen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit Gewalt sowie dem Tragen von Messern. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für die Folgen von Gewalt zu sensibilisieren und ihnen tragfähige, gewaltfreie Handlungsalternativen aufzuzeigen.

Das Training

„Klare Grenze“ ist als zeitlich klar strukturiertes Gruppentraining konzipiert und umfasst sechs Einheiten à 1,5 Stunden, die während der schulischen Zeit in den Räumlichkeiten der Schule stattfinden.

Kontaktperson

Thomas Hierl

Sozialpädagoge (Diplom)
Mediator in Strafsachen
HP (Psychotherapie)

Ziel des Trainings ist es, Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen,

  • Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen,
  • eigene Gefühle und Grenzen wahrzunehmen,
  • Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen,
  • und Konflikte ohne Gewalt oder Bedrohung zu lösen.


Dabei steht nicht Sanktionierung im Vordergrund, sondern die Stärkung von Selbstwirksamkeit, Empathie und sozialer Kompetenz.

Methoden und pädagogische Ausrichtung

Das Projekt arbeitet mit praxisnahen, handlungs- und erlebnisorientierten Methoden, die auf die Lebenswelt der Jugendlichen abgestimmt sind. Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • moderierte Gruppengespräche,
  • Rollenspiele zu schulischen und außerschulischen Konfliktsituationen,
  • Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung,
  • kreative und reflexive Methoden zur Stärkung von Empathie und Selbstbewusstsein.


Die Auseinandersetzung mit dem Thema Messertragen erfolgt sachlich, altersgerecht und reflektiert. Neben rechtlichen Grundlagen werden insbesondere soziale und persönliche Folgen thematisiert, um nachhaltige Lernprozesse anzustoßen.

Ein klarer Regelrahmen, transparente Strukturen und eine wertschätzende Haltung der Fachkräfte sorgen für einen sicheren Lernraum, in dem Entwicklung möglich wird.

Aufbau des Trainings

Einstieg und Vertrauensaufbau

Kennenlernen, Erarbeitung von Gruppenregeln und Einführung in das Thema Gewaltprävention.

Gewalt verstehen

Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Gewaltformen und deren Auswirkungen.

Messertragen und seine Folgen

Reflexion rechtlicher, sozialer und emotionaler Konsequenzen.

Konflikte ohne Gewalt lösen

Vermittlung konkreter Strategien zur gewaltfreien Konfliktlösung.

Gruppendruck und Selbstbewusstsein

Stärkung der Eigenständigkeit und der Fähigkeit, Grenzen zu setzen.

Abschluss und Perspektiven

Zusammenfassung der Inhalte, Transfer in den Schulalltag und Anerkennung der Teilnahme.

Zusammenarbeit mit Schulen

Das Projekt „Klare Grenze“ wird in enger Abstimmung mit der Schule geplant und umgesetzt. Auswahl der Teilnehmenden, zeitliche Einbindung und organisatorische Rahmenbedingungen erfolgen in Kooperation mit Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulleitung.

Auf Wunsch kann das Training in bestehende schulische Konzepte zur Gewaltprävention, Sozialkompetenzförderung oder Schulsozialarbeit integriert werden.

Kontaktperson

Thomas Hierl

Sozialpädagoge (Diplom)
Mediator in Strafsachen
HP (Psychotherapie)

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