Projekt: „klarkommen! Chancen bieten durch Prävention vor Ort. ®“

SKT

Das Projekt „klarkommen!“ richtet sich an Kinder und Jugendliche mit südosteuropäischem Zuwanderungshintergrund, welche in Dortmund leben und Straftaten begehen. Die Zielgruppe umfasst Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren, in Verknüpfung mit deren Familie und Peergroup.

Die Brücke Dortmund e.V. kooperiert für das Projekt mit der „Beratungsstelle Westhoffstrasse“ des Trägers „Soziales Zentrum Dortmund e.V.“. Um für die Zielgruppe räumlich möglichst gut erreichbar zu sein, wurden im Sommer 2014 die Räumlichkeiten im Dortmunder Norden bezogen. Hier verknüpfen sich die Arbeitsbereiche, aus denen das individuell für die Zielgruppe zugeschnittene Projekt „klarkommen!“ besteht.

Das Projekt „klarkommen!“ besteht im Kern aus zwei Säulen:

Eine der insgesamt drei pädagogischen Fachkräfte im Projekt betreut die Eltern und Geschwister der im Projekt befindlichen Kinder und Jugendlichen und unterstützt diese u.a. bei Behördengängen, Anliegen bezüglich des Versicherungsschutzes, Schulangelegenheiten etc. Zu der aufsuchenden Arbeit findet einmal pro Woche für die Eltern ein offener Elternnachmittag statt, bei dem sich diese untereinander kennenlernen und austauschen können.

Besonders wertvoll und elementar für die Arbeit mit den Familien ist der Einsatz der Kultur- und Sprachmittlerin, welche durch ihre eigene Roma-Kulturzugehörigkeit eine Schlüsselfunktion einnimmt.

Die zweite Säule stellt die Nachmittagsbetreuung der projektteilnehmenden Kinder und Jugendlichen dar. Hier betreut ein hauptamtlicher Mitarbeiter gemeinsam mit zwei Honorarmitarbeiterinnen die Kindergruppe. Die Nachmittagsbetreuung sieht vor, dass nach einer gemeinsamen Mahlzeit spielerisch an den sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen gearbeitet wird, um diesen die gesellschaftlich erwünschten Werte und Normen der neuen Heimat zu vermitteln, ohne dabei die Ursprungskultur außer Acht zu lassen. Der Mehrwert dieser besonderen Betreuungsform besteht in der Möglichkeit, dass die Projektteilnehmer zeitweise Geschwister oder Freunde mit in die Nachmittagsbetreuung bringen können. So werden die im Projekt angestrebten Ziele auch über den engeren Projektteilnehmerkreis hinaus vermittelt – ein wertvoller Synergieeffekt entsteht.

Der Zugang zum Projekt erfolgt für die Kinder und Jugendlichen über das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/ Opferschutz des Polizeipräsidiums Dortmund. Weitere Absprachen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Handlungsbeauftragten des Jugendamtes.